Warum wir bei unserem Wohnquartier Kokoni One auf Holz setzen

Mit Kokoni One läutet die Ziegert Group eine neue Ära der Projektentwicklung ein und lässt bis zum Jahr 2024 ein weltweit einzigartiges Wohnquartier in Holzbauweise im Norden Berlins entstehen. 84 Doppel- und Reihenhäuser entstehen auf einem 23.000 m² großen Grundstück aus unbedenklichen Baustoffen in moderner Holztafelbauweise. Zur Umsetzung des Projektes arbeitet die INCEPT GmbH, Projektentwickler der Ziegert Group, mit renommierten Experten zusammen: Von Terhalle stammen beispielsweise die Holzelementen, die schnörkellose, moderne Architektur wurde von ZRS Architekten beigesteuert, die sich mit Entwürfen für Projekte aus natürlichen Rohstoffen einen Namen gemacht haben. Doch welche Vorteile bietet Holzbau gegenüber Beton? Und gibt es nicht auch Risiken, z.B. in Sachen Brandschutz? Diese und weitere Fragen beantwortet Ziegert Group CEO Kyrill Radev.

1. Herr Radev, wie kam es zu dem Entschluss, das neue Wohnquartier Kokoni One in Holztafelbauweise entstehen zu lassen?

Kyrill Radev: Letztlich ist Kokoni One die Konsequenz einiger mutiger Management-Entscheidungen. Zunächst wurde die Entwicklung des Standorts an der Gravensteinstraße einem jungen und progressiven Projektteam übergeben. Anstatt die Entwicklung einer Haussiedlung klassischen Zuschnitts einzubriefen, war dieses Team aufgefordert, das Zuhause zeitgemäß und neu zu denken.

Neben gesellschaftlichen Trends führten vor allem reale Notwendigkeiten (z.B. gesellschaftlicher Wandel und Klimawandel) zu unserem ersten Konzept eines ökologisch, sozial und individuell nachhaltigen Wohnquartiers. Diese Idee entwickelten wir in enger Zusammenarbeit mit angesehenen Experten wie z.B. ZRS Architekten zum finalen Konzept weiter.

Die Frage nach dem Warum beantwortet sich am besten mit der Frage: Warum nicht? Der Gebäudesektor ist einer der größten CO2- und Müllproduzenten des Planeten – und die Herausforderungen der Klimakrise erfordern schnelles und eigeninitiatives Handeln unserer Branche. Das Entwicklungsteam von Kokoni One hat die Spielräume entsprechend genutzt zu beweisen, dass Immobilienprojekte mit Engagement und Überzeugung schon heute nachhaltig und wirtschaftlich realisiert werden können.

2. Welchen Beitrag leistet die Bauweise der Häuser in Kokoni One zu mehr Nachhaltigkeit?

Kyrill Radev: Wir haben uns für Kokoni One für eine konsequente Umsetzung in Holzbauweise entschieden. Entsprechend steckt deutlich weniger sogenannte graue Energie in einem Kokoni-Haus als in einem vergleichbaren Gebäude, das konventionell in Stein- oder Betonbauweise errichtet wird. Dies allein ist für uns ein sehr gutes Argument für unsere Entscheidung.

Holz als Baustoff verfügt darüber hinaus über die besondere Eigenschaft, in seinem Herstellungsprozess (konkret: im Wachstum als Baum) nennenswert CO2 aus der Atmosphäre zu binden und dieses CO2 wird bis auf weiteres auch nicht mehr freigesetzt. Rechnet man das gebundene CO2 in einem Kokoni-Haus mit dem durch graue Energie freigesetzten CO2 während Planung und Bau, ergibt sich letztlich sogar eine CO2-positive Baubilanz. Das heißt: Würde jedes Gebäude heutzutage nach den gleichen Maßgaben wie Kokoni One gebaut, wäre jeder Neubau ein Beitrag zum Klimaschutz und einer mittelfristigen, globalen Klimaneutralität.

Hinzu kommen nicht zuletzt positive Effekte auf die Wohngesundheit, die sich aus der konsequenten Verwendung von Holz als Baustoff ergeben. Zum einen enthält ein Kokoni-Haus beispielsweise keine bedenklichen Materialien wie giftige Lasuren oder erdölbasierte Dämmstoffe. Zum anderen leisten die feuchteregulierenden Eigenschaften von Holz einen Beitrag zu einem gesunden Raumklima, zum Beispiel indem es der Bildung von Schimmel – einem der größten Gesundheitsprobleme in konventionellen Gebäuden – vorbeugt.

3. Besteht bei Häusern, die aus Holz bzw. mit einem hohen Holzanteil gebaut werden, nicht eine höhere Brandgefahr?

Kyrill Radev: Richtig ist, dass Holz – im Gegensatz beispielsweise zu Stein oder Beton – ein brennbares Material ist. Dass sich daraus eine grundsätzlich höhere Brandgefahr ableitet, ist jedoch ein Irrtum. Wohnungs- bzw. Hausbrände gehen in der Regel nicht von der Bausubstanz aus, sondern von Gegenständen im Innenraum: eine Steckdose mit Kurzschluss, die Kerzen auf dem Weihnachtsbaum, die vergessene Zigarettenkippe. Auch die Ausbreitung erfolgt über Möbel, Vorhänge, Bücher und Medien im Regal etc.

Bis sich tatsächlich die Bausubstanz, also das Holz selbst, entzündet, ist ein Haus in der Regel ohnehin bereits nicht mehr bewohnbar und abrissreif. Dennoch gibt es für den Holzbau zusätzliche Konstruktionsstandards, die für diesen Extremfall das Risiko von unkontrollierbaren Brandeffekten (wie ein sogenannter Flashover) minimieren.

Davon unberührt gelten für alle Häuser in Deutschland die gleichen Brandschutzstandards. Diese bemessen sich vornehmlich an der Dauer, die ein Haus im Brandfall stabil stehen muss, um eine Rettung der Bewohner sicherzustellen. Diese Standards erfüllen die Häuser in Kokoni One selbstverständlich.

4. Wie grenzt sich Kokoni One zu anderen Holzbauprojekten ab?

Kyrill Radev: Grundsätzlich muss zunächst die kritische Frage erlaubt sein, wie nachhaltig die meisten „nachhaltigen Immobilienprojekte“ tatsächlich sind. In vielen Fällen beschränkt sich der Nachhaltigkeitsanspruch auf die Umsetzung von KfW-Standards und damit verbundenen Energiekonzepte, die gerade so die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen. Diese Standards lassen sich aber hervorragend erreichen, ohne sich mit der Nachhaltigkeit von Baustoffen und Bauweise oder Fragen der Wohngesundheit zu befassen. Anders ausgedrückt: Sie können ein klima- und umweltfreundliches Gebäude auf sehr klima-, umwelt- und gesundheitsunfreundliche Weise bauen.

Bei der Entwicklung von Kokoni One haben wir die ökologische Nachhaltigkeit von Anfang an umfassend betrachtet und in der Planung berücksichtigt – und um soziale und gesundheitliche Erwägungen ergänzt. Daraus ergeben sich bereits für die Bauplanung zahlreiche „rote Linien“, z.B. bei der Auswahl von Baustoffen und deren Weiterverarbeitung.

Letztlich geht der Nachhaltigkeitsansatz von Kokoni One aber noch weit darüber hinaus: Das Quartier verbindet eine klimapositive Bauweise, ein vollständig fossilfreies Energiekonzept, hohe Wohngesundheit und ebenso hohe Standards hinsichtlich der Lebensqualität der Bewohner.

5. Planen Sie unter der Marke Kokoni weitere Häuser in Holzbauweise?

Kyrill Radev: Ja, es ist geplant, dass Kokoni One weitere nachhaltige Bauprojekte folgen. Es sind bereits zwei weitere Grundstücke angekauft und das Bebauungsplanverfahren zur Baurechtschaffung wird demnächst gestartet. Wir planen parallel noch weitere Grundstücke zu kaufen und das Konzept an vielen Orten umzusetzen.

Des Weiteren prüfen wir, wie wir das Konzept in den Mehrfamilienhausbereich übertragen können. Mit Kokoni One haben wir uns wertvolles Wissen rund um eine nachhaltige Immobilienentwicklung angeeignet, das uns dabei hilft, auch die konventionelle Entwicklung nachhaltiger zu gestalten. Zahlreiche, nachhaltige Ansätze von Kokoni One fließen daher bereits heute in unsere zukünftigen Projekte ein. Wir erleben zudem gerade, dass auch andere Bauträger, die wir über unser Vertriebsunternehmen Ziegert EverEstate betreuen, großes Interesse an dem nachhaltigen Konzept und unserer Expertise diesbezüglich haben. Das freut uns sehr. Wir haben mit Kokoni ein Fundament gelegt, das in unserer Branche Maßstäbe setzt, und auf das wir in Zukunft aufsetzen wollen und werden.

Melden Sie sich gerne bei Interesse an weiteren Infos unter presse@ziegert-group.com.

 

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